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Sa. 15.10.2022 21:30 Uhr
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Hypochondrische Ängste

‚Die 2021 gegründeten Hypochondrischen Ängste spielen eine Art kaputte Popmusik mit System. Aus dem Spiel mit Texturen entsteht ein verformtes Klanggebilde, eine selbstreflexive Metastruktur. Die Protagonisten spielen miteinander nebeneinander, während assoziative Texte die Gleichzeitigkeiten einer hektischen Gegenwart performativ nachempfinden. Ziel ist das Aufbrechen vermeintlicher Selbstverständlichkeiten der Rezeption von Popmusik, Konfrontation mit dem Unbekannten bei gleichzeitigem Spiel mit dem Klischee, die spielerische Herausforderung des auditiven uncanny valley und ein performativer Umgang mit den Themen Angst, Lust, Unwohlsein und paranoiden Tendenzen. Immer gleichermaßen kurz vorm Umfallen wie nah am Ausbalancieren. Aufs Äußerste wird hier aus dem Takt geraten und draußen geblieben, auf’s Virtuoseste stur aneinander vorbei gegrooved und mit vereinter Kraft ein Zahnradwerk betrieben, dessen Zähnchen nicht einrasten wollen.

Das Projekt zeugt von dem Versuch, Text und Musik zusammen zu bringen, ohne Songs zu machen. In Ermangelung eines geeigneteren Wortes nennen wir die Nicht-Songs “Songs” – also mit Anführungszeichen! Sowieso gehört einiges von den Erzeugnissen Der Ängste in Anführungszeichen: So ist unter den “Songs” etwa ein “Kanon”, ein “Rap”, ein “Rockabilly” und auch mal ein “Karneval” zu entdecken. Textthematisch führen uns Die Ängste mal in ein gottseidank-versunkenes Wunderland namens “Deutschlantis”, mal in Bubbleteashops, mal in die düstere Tiefe von U-Bahnhöfen oder die luftige Höhe von RyansHair in der ReinenAir.’

Hypochondrische Ängste besteht aus einer Rhythmusgruppe um den umtriebigen Leipziger Bassisten und Komponisten Philipp Martin, ergänzt um die junge Ausnahmelyrikerin Jorinde Minna Markert und den ausgezeichneten Vibraphonisten Volker Heuken.

Philipp Martin (Komposition, Bass)
Jorinde Minna Markert (Text, Stimme)
Jan Frisch (Gitarre)
Volker Heuken (Vibraphon)
Fabian Stevens (Schlagzeug)