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Mi. 18.03.2020 19:30 Uhr
Cafe

“Der Fall Mumia” – Johanna Fernandez

Seit 38 Jahren sitzt Mumia Abu Jamal im Gefängnis – davon 29 Jahre in der Todeszelle. Zu Unrecht, sagen Menschen weltweit. Für sie ist der Fall des US-amerikanischen Bürgerrechtlers, Autors und Journalisten ein Beispiel für Rassismus und Diskriminierung im Justizsystem der USA.

Mumia Abu Jamal wurde für den Mord an einen Polizisten zum Tode verurteilt. Ob er die Tat begangen hat, ist umstritten – der Fall beschäftigt seit 38 Jahren die US-amerikanische Justiz. Im vorigen Jahr wurde das Todesurteil gegen den früheren „Black Panther“-Aktivisten aufgehoben und der Fall wurde neu aufgerollt. Erstmals seit 38 Jahren besteht nun wieder Hoffnung, dass Mumia Abu Jamal frei kommt.

Am 18. März, dem „Tag der politischen Gefangenen“, wird es im Weltecho Café eine Vortrag zu diesem Thema geben. Referentin ist Johanna Fernandez aus dem aktuellen Verteidigungsteam des Inhaftierten. Sie reist derzeit durch Deutschland, um auf den Fall Mumia aufmerksam zu machen, seine Hintergründe aber auch politische Dimensionen zu beleuchten. „Das Verfahren zeigt ein strukturelles Desaster: bist du schwarz, arm und kritisch, hast du keine Chance“, erklärt Annette Schiffmann vom Bündnis „Free Mumia“, die Fernandez Reise koordiniert. Daher sei der Fall Mumia auch symbolhaft für strukturelle Diskriminierung in den USA. Im Anschluss an den Vortrag von Johanna Fernandez wird es eine Diskussionrunde geben sowie die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Organisiert wird die Veranstaltung vom Verein Rote Hilfe, der sich für politische Gefangene einsetzt, sowie dem bundesweit aktiven Bündnis „Free Mumia“.