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Do. 20.06.2019 19:30 Uhr
Cafe

ANTEZ (Frankreich) – Musik zur Lesung

Marius Koity: Reim dich, oder … – Was ist ein gutes Gedicht?

Im privaten Umfeld von Marius Koity (geboren 1966 in Großsanktnikolaus/Rumänien) hat man sich nach seinen ersten Veröffentlichungen ernsthaft die Frage gestellt, warum er denn Dichter geworden ist. „Dichter sterben doch so jung“, war eine seiner Cousinen besorgt der Meinung. Die Episode fand Eingang in eines seiner meistveröffentlichten und bei Lesungen gern diskutierten Gedichte – „weil alles irgendwie aus dem Leben gegriffen ist“, wie ihm bescheinigt wurde. Wie in seinem Hauptberuf als Journalist, ist ihm der Alltag auch in seiner Lyrik die Inspirationsquelle Nr. 1. Was ihm nach langen Lokalredakteurstagen an Eindrücken übrig bleibt, packt er manchmal als Telegramm ins Tagebuch. Und von der einen oder anderen Eintragung ist er früher oder später überzeugt, dass sie ein Gedicht ist. Das dem Leser Fragen aufgibt. Oder Antworten anbietet. Oder beides.
 
Marius Koity kam 1992 nach Deutschland, ist seit 1993 für die „Ostthüringer Zeitung“ tätig, leitet die Lokalredaktionen im Saale-Orla-Kreis und arbeitet nebenberuflich als Urkundenübersetzer und Gerichtsdolmetscher. 2016 wurde er mit dem Thüringer Journalistenpreis geehrt.
 
Begleitet wird die Lesung von der Musik von ANTEZ dem französischen Perkussions-Skulpteur
 
Die Grundlage dieser Performance ist es, die Sympathien der Resonanzstruktur des Raumes zu spielen, die jedes Mal neu geformt wird, entsprechend ihrer architektonischen Einzigartigkeit. Das Konzept der Show bleibt bis zum letzten Moment veränderbar, ausschließlich mit akustischen Verfahren und Produktionsmethoden, die durch die Bewegungen meines Körpers erzeugt werden.
 
Meine erste Inspiration, einen kontinuierlichen Klang mit einem perkussiven Instrument zu erzeugen, entstand durch einen Untersuchungsprozess über die akustischen Eigenschaften des Aufführungsraums. Ich suchte auf meinen Reisen verschiedene Objekte und Geräte aus und in meinem Arbeitsaufenthalt habe ich dieses Stück so angepasst, dass es auf einer großen Trommel gespielt werden kann, die als Vibrationsverstärker dient. Ich entwicklte eine intime Affinität zu den Materialien in der Schwingung. Ich muss diese Schwingungen in meinem Körper auf verschiedenen Ebenen auswerten, um meine Haltungen und Bewegungen zu koordinieren und so in Schwingung versetzen zu können. Um diesen Schwingungen Leben einzuhauchen, benutze ich seit 2008 die Zirkumulation.
 
Mein Sound wird oft mit bestimmten Sounds verglichen, die von Synthesizern erzeugt werden. Meine akustischen Klänge hängen jedoch von der reflektierenden Qualität der umgebenden Oberflächen und vom Volumen des Aufführungsraums selbst ab.
 
https://youtu.be/fpIpWpmunp0

www.antez.org