
Benyamin Reich im Gespräch mit Kurator Alexander Ochs
Der in Berlin lebende Fotokünstler und Kurator Benyamin Reich zählt sich zur „Dritten Generation“, Enkeln und Urenkeln meist deutscher Juden, die von deutschen Faschisten in den Konzentrationslagern ermordet oder ins Exil gezwungen wurden.
Reich wuchs vorrangig in Jerusalem auf und entstammt – sein Vater ist Rabbiner – einer ultra-orthodoxen Familie. Der bekennend schwule Künstler studierte 1992/93 an der Musrara School of Photography in Jerusalem und ab 1998 an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris. Seine fotografische Arbeit beschäftigt sich mit den komplexen Schnittpunkten zwischen jüdischer Identität, Sexualität und Zugehörigkeit in Berlin. Er war im Zusammenhang der Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 dreimal nach Chemnitz und in die Region eingeladen. Die Kunstgalerie „Altes Erbgericht“ der Stadt Mittweida widmete ihm im Jahr 2022 eine Soloausstellung, 2025 war er u.a. auch als Kurator an dem „Mittweida Sukkot“ beteiligt. Im Jahr 2026 erschien im Berliner Secession Verlag das Buch „Benyamin Reich: BERLIN JERUSALEM“, für das der Schriftsteller Simon Strauss und der in Chemnitz lebende Kurator Alexander Ochs Texte beitrugen.
An diesem Abend im WELTECHO ist der Künstler im Gespräch mit Alexander Ochs, zu seinem Buch und seiner Arbeit als Photograph.

Benyamin Reich, Abba, Berlin 2016; © Benyamin Reich